ERFOLG: ÖKOPROFIT-ZERTIFIKAT

Es ist geschafft, das "Ökoprofit- Zertifikat" ist nach langer Vorarbeit in unserer Hand.

Umweltminister Remmel und die Unternehmen würdigen per Akklamation unser Berufskolleg mit dem Preis Beste Maßnahme zum Umweltschutz.

Das Kollegium kann stolz auf diese Auszeichnung sein.

Wer mehr wissen möchte, kann sich hier genauer informieren. Wir werden auch zukünftig noch weitere Maßnahmen zum Umweltschutz vorantreiben. Es bleibt spannend.


Umweltleitlinien des Berufskolleg Niederberg des Kreises Mettmann

Der Schulleitung und dem Kollegium des Berufskollegs Niederberg des Kreises Mettmann ist es ein besonderes Anliegen, geeignete und auf Dauer angelegte Maßnahmen - zum Schutz der Umwelt - zu entwickeln und fortzuschreiben.

Es ist unser erklärtes Ziel, dem nachhaltigen Schutz der Umwelt neben allen schulischen Maßnahmen mehr Bedeutung einzuräumen. Der Umwelt- und Naturschutzgedanke ist daher im Schulprogramm verankert.

Wir sehen die Notwendigkeit, unsere praxisnahe Schulausbildung ressourcenschonend und nachhaltig in allen Bereichen zu realisieren.

Jeder Einzelne ist daher aufgefordert, eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen. Jeder Einzelne ist auch angesprochen, noch nicht erkannte Einsparmöglichkeiten zu benennen und ggf. Verbesserungsvorschläge einzureichen.

Umweltschutz ist ein generationsübergreifendes Projekt. Daher ist es Aufgabe unseres Lehrpersonals, insbesondere die Lernenden unserer Schule für nachhaltiges Handeln in allen Lebensbereichen zu gewinnen.

Die Ergebnisse unserer Umweltschutzaktivitäten werden in angemessenen Zeiträumen auf der Schulhomepage des Berufskollegs der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die aus den Umweltschutzaktivitäten resultierenden Kosteneinsparungen werden zukünftigen innovativen Schulprojekten zugutekommen.


Zwischenbilanz „Ökoprofit“ am BkN

Am Freitag, dem 26. August 2016, stellte das Berufskolleg Niederberg seine Zwischenbilanz zur 4. Ökoprofit-Staffel in einer öffentlichen Veranstaltung zusammen mit örtlichen Unternehmen vor. Die ersten Maßnahmen entwickeln sich schon nach kurzer Zeit erfolgsversprechend.

Die umgesetzte Optimierung des Mülltrennungssystems in den Klassenräumen ermöglicht eine klare Trennung unterschiedlicher Papierabfälle mit der Folge, den Recycling-Prozess kostengünstig und energiesparend durchzuführen.

 „Wir haben darüber hinaus ein ganzes Bündel weiterer Maßnahmen und sind nun im Begriff, diese zu erweitern. Das Thema ,Nachhaltigkeit‘ ist uns als Schule wichtig“, sagt Studienrat Mark Westerhoff und zieht eine Zwischenbilanz: „Wir sind jetzt schon recht zufrieden und sparen allein durch diese Maßnahmen mehrere tausend Euro je Jahr ein.“

Fazit:   Kostenreduzierung beim Schulträger Kreis Mettmann und ein Plus für die Umwelt.

Das Berufskolleg Niederberg ist damit auf Erfolgskurs und wird sich weiter engagieren.

Zur Erinnerung: Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der lokalen Wirtschaft mit dem Ziel, die Umwelt zu entlasten und zugleich Betriebskosten zu senken. Deutschlandweit haben bereits über 100 Kommunen dieses Konzept übernommen.

WET


Kreisweites Projekt verbindet ökonomischen Gewinn mit ökologischem Nutzen. Berufskolleg Niederberg ist bei der neuen Staffel dabei.

„Eigentlich sind wir doch schon ganz gut aufgestellt.“ – Das dachte und glaubte man zumindest bislang am kreiseigenen Berufskolleg Niederberg (BKN). Und führte als Beleg etwa die eigens installierten Bewegungsmelder an. Sie sorgen dafür, dass die Schulflure nicht länger hell erleuchtet sind, obwohl sie schon längst menschenleer sind. Doch jetzt macht das Kolleg bei der im Januar gestarteten vierten Staffel des Klimaschutzprojekts „Ökoprofit“ im Kreis Mettmann mit.

Dessen Kerngedanke ist die Verknüpfung von ökonomischem Gewinn und ökologischem Nutzen. Die aktuell zehn Teilnehmer wollen während der einjährigen Projekt-Laufzeit Einsparpotenziale nicht nur erkennen, sondern auch anpacken und direkt umsetzen.

Und binnen weniger Wochen hat die vierköpfige BKN-Ökogruppe mit Christoph Albrecht, Carsten Chalupa, Jürgen Schulte und Mark Westerhoff als Teamsprecher auch schon so manch weiteren, erfolgversprechenden Ansatzpunkt an der Langenberger Straße ausgemacht.

„Ich bin überrascht, was die alles entdecken“, lobt Westerhoff, der schon andere Projekte gewuppt hat, die Arbeit und die Mithilfe der Energieberater der für „Ökoprofit“ beauftragten Firma. So könne man möglicherweise den Stromverbrauch der Server-Anlage reduzieren und deren Kühlung herunterfahren. Weitere Themen seien die Mülltrennung in der Werkstatt und die Pressluft für die Maschinen im Metallbereich. „Die Erzeugung von Druckluft ist nämlich relativ teuer“, erklärt Mark Westerhoff, „da kann man sich Leckagen nicht leisten.“ Man wolle nun genau die Einsatzintervalle prüfen und schauen, wann sie wirklich benötigt werde. Im Visier habe man überdies die Kühl- und Gefrierschränke in der Lehrküche. Möglicherweise sei eine Neuanschaffung in mehrfacher Hinsicht effizienter.

Die Sinne schärfen

Das BKN sei von Vera Stephan-Oltmanns (Kreis-Umweltamt) angesprochen worden, berichtet Frank Flanze. Der Kreis lege Wert darauf, so der stv. Schulleiter, dass bei jeder Staffel eine eigene Einrichtung bzw. ein Gebäude dabei sei. So wie im Vorjahr das Hildener Kolleg. Natürlich sei auch die Zertifizierung eine erstrebenswerte Auszeichnung. Zusätzlich zu dem klassischen BKN-Aushängeschild „Europaschule“.

Im Zuge von „Ökoprofit“ will sich das Team auch um die alltäglichen Nachlässigkeiten kümmern. Oft werde das Licht angelassen, die Computer liefen weiter, Fenster würden nicht geschlossen, der Papierverbrauch sei zu hoch. Bei fast 1900 Schülern sei eben nicht bei jedem eine Identifikation mit dem Gebäude gegeben, versucht Flanze einen Erklärungsansatz. Allerdings sollen „grüne Gedanken“ auch in dem 90-köpfigen Lehrerkollegium Platz greifen. So will man etwa die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften ausloten. „Es geht ganz grundsätzlich darum, die Sinne zu schärfen“, sagt Westerhoff. Schließlich gehe ja das Einsparen von Kohlendioxid alle an.

Der Westen, Klaus Kahle, 11.03.16


3. ÖKOPROFIT-Workshop: Druckluft und Beleuchtung effizient einsetzen

Vor wenigen Tagen trafen sich die zehn ÖKOPROFIT-Betriebe wie immer bei einem der Teilnehmer, in diesem Fall beim Berufskolleg Niederberg in Velbert. Das Thema des 3. Workshops war Energieeffizienz, Teil 1 – Druckluft und Beleuchtung.

So ist z.B. Druckluft einer der wichtigsten und vielseitigsten Energieträger für moderne Fertigungsprozesse in annähernd allen produzierenden Betrieben. Obwohl ca. 7 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland für die Druckluftherstellung benötigt wird, finden große Kompressoranlagen, wie sie in der Industrie und gelegentlich auch im Handwerk benutzt werden, in Punkto Energieeffizienz wenig Beachtung. „Zu Unrecht“, so Michael Heßler von der Fa. Kaeser Kompressoren SE, „denn Druckluft ist eine der teuersten Energieformen“.

Druckluft-Anlagen verlieren auf verschiedenen Wegen Energie: Durch undichte Stellen, also etwa defekte Ventile oder Rohre und – vor allem bei großen Anlagen – durch ungenutzte Wärmeentwicklung. Aber auch ineffektive Druckluftgeräte, Verunreinigungen, Anschlussfehler und mangelhafte Kompressoren-Regelung können für schlechte Energieeffizienz und dadurch für hohe Energiekosten sorgen.

Michael Heßler führte aber nicht die Schwachpunkte auf, ohne gleichzeitig Handlungsspielräume zur Optimierung von Drucklufterzeugung, - verteilung und -nutzung darzustellen, in denen große Chancen für eine Gewinnsteigerung stecken. So lassen sich bei einer Wärmerückgewinnung mit Warmwasser bis zu 72% der eingesetzten Kompressorleistung als Wärme nutzen, bei einer reinen Luftkühlung sind es sogar bis zu 90%. Wohl am einfachsten lässt sich ein großer Einspareffekt im Bereich der Leckagen erzielen. Die im Druckluft-Leitungsnetz hervorgerufenen Energieverluste liegen üblicherweise bei zehn bis 25 Prozent. Mithilfe moderner Suchgeräte lassen sich undichte Stellen heute gut orten und anschließend beheben.

Heßler betonte wie wichtig es sei, sich nicht nur auf eine einzelne Komponente der Druckluftstation zum Beispiel den Kompressor zu konzentrieren, sondern das System als Ganzes zu betrachten.

Im zweiten Teil des Workshops referierte Dennis Danylow der Philips Lighting GmbH über die Potenziale energieeffizienter Beleuchtung und fokussierte sich dabei vor allem auf die Vorteile von LED- Technik.

Studiendirektor Heinz Johnen von der Geschäftsleitung des Berufskollegs gab beim anschließenden Rundgang einen Einblick in den Schul- und Ausbildungsbetrieb, in dem ca. 1.800 Schülerinnen und Schüler vielfältige Angebote u.a. in den Bereichen Technik, Verwaltung und Wirtschaft gemacht werden.

Neben dem Schülerlabor zog vor allem die hochmoderne CNC-Maschine für rechnerunterstützte Fertigung alle Blicke auf sich, die erst vor wenigen Monaten geliefert wurde.

Ein Beweis dafür, dass das Berufskolleg Niederberg aus ökologischer und ökonomischer Sicht bereits jetzt ganz gut aufgestellt ist zeigte sich u.a. im Heizungsraum. Hier ist ein modernes Blockheizkraftwerk beachtlicher Größe installiert, das neben der gesamten Schule sogar die städtische Sporthalle auf dem Gelände mit Strom und Wärme versorgt und sehr gute Laufzeiten aufweist.

Weiter geht es am 19. Mai mit dem 4. ÖKOPROFIT-Workshop und den Themen Heizung, Klima, Kälte und Erneuerbare Energien bei der Fa. Horstmann in Heiligenhaus.

Hintergrund:

Als Klimaschutzprojekt des Kreises Mettmann, in Kooperation mit der IHK, HWK. Kreishandwerkerschaft, der DEHOGA , dem Einzelhandelsverband und der EffizienzAgentur NRW ist ÖKOPROFIT seit 2011 fester Bestandteil im Kreis.

Gefördert wird ÖKOPROFIT durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

ÖKOPROFIT ist ein Angebot an Betriebe nahezu jeder Art und Größe, Kosten zu senken und gleichzeitig der Umwelt zu nutzen. In dem modular aufgebauten Beratungs- und Qualifizierungsprogramm stehen erfahrene Umweltberater den Unternehmen in Workshops und einzelbetrieblichen Beratungen zur Seite stehen. Am Ende des etwa einjährigen Programms steht die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung der teilnehmenden Betriebe. ÖKOPROFIT stellt zudem eine kostengünstige Vorbereitung auf die Validierung nach der EU-Öko-Audit-Verordnung oder die Zertifizierung nach der DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 dar.  Alleine in Nordrhein-Westfalen haben bis Januar 2015 annähernd 1.700 Betriebe an einem ÖKOPROFIT-Projekt teilgenommen. Sie setzten mehr als 7.600 monetär bewertbare Umweltschutzmaßnahmen mit erheblichem Nutzen für die Umwelt um. 68  Millionen Euro Betriebskosten sparen die Unternehmen pro Jahr ein. Das sind etwa 40.000 Euro jährlich pro Betrieb.

Das ÖKOPROFIT-Konzept stammt aus der österreichischen Landeshauptstadt Graz. Daraus entstand das „Ökologische Projekt für integrierte Umwelt-Technik“, das heute unter der Markenbezeichnung ÖKOPROFIT in vielen europäischen Ländern erfolgreich umgesetzt wird.

Das Umweltamt Graz vergibt die Rechte zur Durchführung des ÖKOPROFIT-Konzepts und zur Benutzung der Trademark. Die bayerische Landeshauptstadt München hat 1998/1999 das ÖKOPROFIT-Konzept auf deutsche Verhältnisse übertragen.

Weiter Informationen erhalten Sie über: Kreis Mettmann, Umweltamt, Vera Stephan-Oltmanns, Tel.: 02104/257825, Email: vera.stephan-oltmanns@kreis-mettmann.de und über www.kreis-mettmann.de (Stichwort ÖKOPROFIT).