Praktiker stellen mehr als 100 Berufe vor (WAZ 11.11.2019)

„Arbeitskreis weiterführender Schulen in Niederberg“ organisiert im Berufskolleg zum neunten Mal Info-Nachmittag

Velbert-Mitte. Heiligenhauser, Wülfrather und Velberter Schüler der Sekundarstufen 1 und 2, die sich zunehmend Gedanken über ihren künftigen Beruf machen, können sich dafür den 15.November vormerken. An diesem Freitag findet in der Zeit von 15 bis 18 Uhr die neunte Auflage der Berufsinformationsveranstaltung (BIV) statt. Wie immer im Berufskolleg Niederberg. Dieser Veranstaltung, die ursprünglich auf eine Idee von Reinhard Schulze-Neuhoff zurückgeht, basiert auf drei Säulen: Firmen und Unternehmen aus der Region, die beiden Berufskollegs Niederberg und Bleibergquelle und vor allem Vertreter verschiedenster Berufe, die praxisnah von ihren persönlichen Erfahrungen und aus ihrem Arbeitsalltag berichten. Angesprochen sind nach Auskunft der Organisatoren vom „Arbeitskreis für weiterführende Schulen Niederberg“ insgesamt rund 1300 potentielle Interessenten. Viele Besucher gingen anschließend wieder mit sehr viel konkreteren Vorstellungen nach Hause, heißt es, und die Gelegenheit werde auch gerne genutzt, um Praktikumsplätze zu finden. Dieses Mal können die Schüler „weit mehr“ als 100 Berufe kennenlernen sowie darüber hinaus bei Bedarf auch das Uni- und Fachhochschulleben.“ Die Firmen kommen übrigens nicht ausschließlich aus ganz uneigennützigen Motiven, sondern halten durchaus auch Ausschau, wer zu ihnen als neuer Mitarbeiter passen könnte und ermuntern zu Bewerbungen. Das große Plus der BIV ist laut Arbeitskreis je doch nach wie vor hauptsächlich der Umstand, dass Berufstätige – also Menschen, die den jeweiligen Job wirklich ausüben – „aus dem Nähkastchen und ihrem Berufsalltag plaudern: Da kommt der Berufs ein Stück aus der Anonymität heraus“. Das kreiseigene Berufskolleg öffnet am 15. November einige seiner Türen und bietet etwas die Möglichkeit, in der Metallwerkstatt Bundesligaembleme zu fräsen, Bewerbungsfotos zu machen zu lassen, ganz neue Erfahrungen mit der Rauschbrille zu sammeln und seinen ökologischen Fußabdruck vermessen zu lassen (Langenberger Straße 120).

WAZ Velbert – 11.11. 2019 - Von Klaus Kahle

 


International Learning Community Tourism in Twente

In der letzten Septemberwoche fand der Auftakt für das dritte Semester des Erasmus+-Projektes „International Learning Community Tourism“ in der ostholländischen Region Twente statt. Fünf Studenten der Fachschule für Wirtschaft (FSW) konnten zusammen mit Studenten/innen der HLW FW Kufstein/Österreich sowie der niederländischen Berufsschule ROC Twente an innovativen Lösungen zu Fragestellungen aus verschiedenen Bereichen forschen. Den Input zu der einwöchigen Veranstaltung gestaltete die Leiterin des Tourismusverbandes Twente, Quirine ter Har. Bis zum Februar 2020 werden die Studenten in Teams den Themen „Generation Gap“ und "Internationaler Austausch von Fachkräften in Fremdenverkehrsberufen" nachgehen.


Ausbildungsbörse der Schlüsselregion e.V. im Forum Niederberg (Artikel der WAZ)

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Auf der Schlüsselregion-Ausbildungsbörse im Forum Niederberg präsentierten am Samstag insgesamt 27 Unternehmen und Hochschulen zahlreiche Ausbildungsplätze und duale Studienplätze für das nächste Jahr. Die Besucher, in den meisten Fällen noch Schüler, konnten sich dabei hauptsächlich über Berufsbilder und Ausbildungsstellen im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich informieren. „Jetzt ist bereits ein guter Zeitpunkt sich zu bewerben“, sagt Dr. Thorsten Enge, Geschäftsführer des Vereins Schlüsselregion. Die Bewerbungsphase läuft bei vielen Betrieben zwar noch bis zum Ausbildungsstart im Sommer nächsten Jahres, doch freuten sich die Unternehmen darüber, nun schon im Forum Niederberg erste Bewerbungsmappen entgegen zu nehmen.

Personalreferentin erfreut über zahlreiche Gespräche

So zum Beispiel die Schulte-Schlagbaum AG, die zurzeit noch Nachwuchs sucht, der entweder den Weg als Industriekaufmann oder Fachinformatiker einschlagen möchte. „Wir haben heute viele Gespräche geführt. Das Interesse ist auf jeden Fall da und Bewerbungen konnten wir auch entgegennehmen“, ist Personalreferentin Lisa Dalbeck zufrieden. Die jungen Besucher hatten allerdings auch die Chance, sich über Gespräche mit anderen Jugendlichen, die sich bereits in der Ausbildung befinden, einen Eindruck von dem Unternehmen zu machen. Felix Niermann ist 18 Jahre alt befindet sich im ersten Ausbildungsjahr und erzählt: „Als Azubi kann man den Bewerbern natürlich noch mal aus eigener Erfahrung erklären, wie das Unternehmen so ist“. Dass er als Azubi bereits auf einer Ausbildungsbörse für seinen Arbeitgeber werben kann, macht Felix Niermann ein wenig stolz. „Man fühlt sich gebraucht“, sagt der Auszubildende der Schulte-Schlagbaum AG.

Kombi aus Ausbildung und Studium ist ein attraktives Angebot

Dass eine Kombination aus Ausbildung und Studium für viele Schulabgänger ein attraktives Angebot darstellt, haben viele Unternehmern auf der Börse bereits verstanden und boten daher viele duale Studiengänge in Kooperationen mit Hochschulen an. „Der Trend geht nun mal zu höheren Bildungsabschlüssen. Daran muss man sich anpassen“, weiß Dr. Enge. Erstmals warb die Schlüsselregion an ihrem Stand auf dem Stellenmarkt auch für ein Programm das es ermöglicht, parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife zu erwerben. Das Modell soll sich beispielsweise an Realschüler richten, die nach ihrem Abschluss vor der Entscheidung stehen, entweder eine Ausbildung anzufangen oder weiter zur Schule zu gehen.

So funktioniert das neue Programm der Schlüsselregion

Die Doppelqualifikation funktioniert folgendermaßen: Zusätzlich zur Ausbildung im Betrieb und dem Unterricht an der Berufsschule bekommen die Schüler des Programms einmal pro Woche Unterricht in Fächern wie Deutsch und Mathematik. Auch die Stadtwerke Velbert bieten dieses Modell seit neustem an, wissen jedoch, wieso die Nachfrage bisher nicht so groß ist. „Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen und bisher ist vielen Schülern einfach nicht bewusst, dass es diese Möglichkeit gibt. Das wollen wir ändern und planen in Zukunft vermehrt dafür zu werben“, erzählt Bärbel Krohn Personalreferentin der Stadtwerke. Für Besucherin Aynur Akbulut kommt das Programm zwar nicht mehr in Frage, da sie ihren Abschluss an einem Berufskolleg bereits in der Tasche hat und lediglich nach einer interessanten Ausbildung sucht. „Wenn es dieses Programm schon früher gegeben hätte, hätte ich es mir auf jeden Fall mal angeschaut. Das Konzept klingt sehr gut“, sagt die 20-Jährige.

 

WAZ – André Marston Alvarez 22.09.2019


Am Samstag, den 21. September, stellen Unternehmen ihre Ausbildungsplätze für 2020 vor.

23 Firmen und drei Hochschulen informieren auf der Ausbildungsbörse der Schlüsselregion e.V. über freie Ausbildungsplätze in gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen und über duale Studiengänge. Die Veranstaltung findet von 10 - 13 Uhr im Forum Niederberg statt. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen. Auch Eltern können gerne mitkommen.

Bei insgesamt über 100 freien Ausbildungsstellen in der Schlüsselregion für 2020 ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Für Hilfe sorgt die Ausbildungsbörse, denn dort können alle erdenklichen Fragen gestellt werden: nach verfügbaren Ausbildungsberufen, den Voraussetzungen für den angestrebten Beruf, oder den Möglichkeiten, Ausbildung und Studium zu kombinieren.

Vor Ort werden sämtliche Fragen von den Ausbildungsleitern und Auszubildenden der regionalen Unternehmen direkt beantwortet. Auch gibt es Tipps, auf was bei Bewerbung und Vorstellungsgespräch Wert gelegt wird. Aber nicht nur das: nach dem ersten Kontakt kann schon die eigene Bewerbungsmappe abgegeben werden.

Natürlich präsentieren auch die drei Hochschulen der Region ihr Angebot für das Duale Studium, das parallel zur Ausbildung verläuft.

Am Stand der Schlüsselregion e.V. stellt das Berufskolleg Niederberg die Möglichkeit vor, an der Schule parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife zu erwerben!

Alle vertretenen Firmen und ihre angebotenen Ausbildungsplätze sind schon jetzt auf dem Ausbildungsportal ausbildung-schluesselregion.de zu finden.